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Ein
Landhaus als Traumwohnung für Familien
Was versteht man unter einem Landhaus?
Der Begriff Landhaus ist nicht genau definiert, da zu viele Haustypen
in diese Kategorie fallen. Im Allgemeinen aber versteht man darunter
ein einzeln stehendes Wohnhaus, meist am Ortsrand
größerer Städte und Gemeinden gelegenes
Wohngebäude, ringsum umgeben mit einem großen
Garten. Früher wurden solche Landhäuser von den
Angehörigen der Oberschicht erbaut und als sogenannte
Sommerfrische benutzt, d. h., sie wurden meist nur in der warmen
Jahreszeit benutzt und galten offiziell als Zweitwohnsitz. Das
klassische Landhaus war sozusagen der Vorläufer des
Einfamilienhauses, da es ebenso wie dieses zum Bewohnen durch eine
Familie konzipiert worden war.
Welche Vorteile bringt ein Landhaus mit
sich?
Der größte Vorteil eines solchen Anwesens ist der
Platz. Es bietet wesentlich mehr Wohnfläche als ein modernes
Einfamilienhaus, weil zurzeit als das Landhaus
in Mode war (am Anfang des 19. Jahrhunderts), nicht nur der
Eigentümer selbst und seine Familie dort wohnten, sondern auch
die Dienerschaft (Stubenmädchen, Kutscher, Gärtner u.
a.) dort wohnte und entsprechender Wohnraum Teil des Anwesens war.
Diese Räumlichkeiten werden heutzutage zwar nicht mehr in
diesem Sinne benutzt, stehen aber nach wie vor zur Verfügung.
Das Landhaus befindet sich üblicherweise auf einem
großen Anwesen, meist viel größer als das
Grundstück eines modernen Einfamilienhauses, wo im Garten auf
der Rückseite oft kaum genug kaum Platz für eine
Wäschespinne, ein kleines Rasenstück und ein paar
Beete ist. Zu einem Landhaus gehört oft sogar ein ganzer
Obstgarten mit vielen verschiedenen Obstsorten. Für Kinder ist
eine solche Umgebung ideal. Hier können sie unbehelligt vom
Straßenverkehr herumtoben und spielen. Oft befinden sich auf
dem Anwesen auch ein Fisch bzw. Zierteich und ein Swimmingpool, ideal
für ein erfrischendes Bad an einem heißen Sommertag.
In einem Landhaus ist es möglich, Hobbys zu pflegen, die man
in einem Einfamilienhaus
in einer dicht besiedelten Wohngegend nie nachgehen könnte.
Wenn z. B. die Tochter gerne ein eigenes Pony haben möchte,
ist auf so einem Anwesen Platz genug dafür
einschließlich des notwendigen Stallgebäudes. Oder
wenn der Sohn sein Interesse für die Rockmusik entdeckt und
seine emotionale Stimmungslage durch laute Töne auf der
E-Gitarre zum Ausdruck bringt, gibt es kaum einen geeigneteren Ort
dafür als eines der ehemaligen Wohnquartiere der Dienerschaft.
Einige Nachteile des Landhauses
Die oben genannten Sachverhalte sind alle korrekt und gut und
schön, trotzdem soll an dieser Stelle nicht verschwiegen
werden, dass ein Landhaus auch große Nachteile mit sich
bringt. Der größte Nachteil sind die hohen Kosten.
Das fängt beim Kaufpreis schon an. Selbst wenn das
Wohngebäude in keinem guten Zustand ist, wird der Kaufpreis im
Allgemeinen relativ hoch sein, weil das Grundstück
größer als eine genormte Parzelle in einer
Einfamilienhaus-Siedlung ist. Gleichzeitig bewirkt dieses
große Grundstück auch hohe Unterhaltskosten, der
Rasen muss auf großen Flächen gemäht
werden, im Winter der Schnee geräumt, Zäune repariert
und Wege instand gehalten werden. Nicht nur das eigentliche
Wohngebäude selbst, sondern auch die Nebengebäude wie
Ställe, Garagen und Vorratsschuppen müssen in Ordnung
gehalten werden. All das kostet viel Geld, Arbeit und Zeit. Trotzdem,
wenn man es sich leisten kann, sind Landhäuser wohl der beste
Ort, um
seine Kinder aufwachsen zu lassen.
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