Ist das KfW Effizienzhaus ein
Energiesparhaus?
Das KfW Effizienzhaus mit der Kennung 40 und 60 nach der
Energiesparverordnung 2004 sowie diejenigen mit der Kennung 55 und 70
nach der Energiesparverordnung von 2007 gehören auf jeden fall
zu den Energiesparhäusern, denn bei ihnen darf ein
Energieverbrauch von 60 Kilowattstunden pro Jahr und Quadratmeter nicht
überschritten werden. Auch die kfW Effizienzhäuser 70
und 85 nach der aktuell geltenden Fassung der Energiesparverordnung
erfüllen diesen hohen Anspruch. Doch wie kann das im
Einzelfall erreicht werden.
Fokus thermisches Isolieren
Egal, ob man ein Fertighaus
haben oder ein Massivhaus bauen möchte, eine gute thermische
Isolierung ist das A und O beim Energiesparhaus. Bei den einzusetzenden
Materialien sollte man unbedingt auf einen möglichst niedrigen
Wärmedurchgangskoeffizienten achten. Das gilt vor allem für
die Wände und Böden, bei denen eine sehr große
Differenz zwischen den inneren und äußeren Temperaturen
anzutreffen ist. Das sind in der Regel sämtliche
Außenwände, aber auch die Fußböden der
Erdgeschossbereiche sowie die Decken der oberen Etagen. Bei Letzterem
stellt man häufig eine gute Isolation parallel an der Dachhaut
sowie am Fußboden des Dachbodens her.
Heizenergie sparen durch bedachte Konstruktiuon
Auch an anderer Stelle können Energiesparhäuser durch
konstruktive Besonderheiten zur Einsparung von Heizenergie beitragen.
Klassische Beispiele dafür sind der äußere Windfang an
der Eingangstür sowie die Einarbeitung von extrem kleinen Fluren
hinter den Hauseingangstüren. Damit entweicht beim Öffnen nur
eine minimale Energiemenge. Die Minimierung entweichender Energiemengen
ist beim Energiesparhaus
auch hinsichtlich des Abwassers und der Abluft entscheidend. Hier
werden intelligente Wärmetauschsysteme eingesetzt, die ganz
nebenher noch die Aufgaben einer kostengünstigen Klimaanlage mit
erfüllen können, wie das beispielsweise bei einer
Erdwärmepumpe der Fall ist.